Anzeichen
Das sehen Sie gerade
- Silbrig glänzende, flinke Tierchen, wenn nachts das Licht angeht — sie flüchten sofort in Ritzen, Fugen und Abflüsse.
- Fundorte: Fugen an Wanne und Dusche, Abfluss, hinter dem Waschbecken, unter Sockelleisten, im Wäschekorb.
- Sichtungen fast nur im Dunkeln; die Tiere sind stark lichtscheu.
- Häufig zusammen mit einem dauerhaft feuchten Bad: beschlagene Fliesen, klamme Handtücher, dunkle Fugen, ein Bad ohne Fenster.

Hintergrund
Was es wahrscheinlich ist
Der klassische Silberfisch ist flügellos, silbrig-metallisch, etwa ein Zentimeter lang, spindelförmig, mit drei Schwanzfäden und zwei langen Fühlern. Er ist nachtaktiv, lichtscheu und braucht hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme.
Wichtig ist die Abgrenzung zum Papierfischchen:
- Silberfisch deutlich glänzend, braucht hohe Luftfeuchte — typisch Bad und Küche. Sinkt die Feuchte, geht die Population zurück.
- Papierfischchen matter und gräulicher, kommt auch mit trockener Raumluft zurecht und hält sich deshalb in Wohn- und Arbeitszimmern, in Archiven, an Büchern und Tapeten auf. Es verschwindet nicht durch Lüften und kann Papier und Bücher schädigen.
Die Unterscheidung ist entscheidend, weil sie über das gesamte Vorgehen bestimmt: Beim Silberfisch behebt man die Ursache, beim Papierfischchen braucht es eine gezielte, längere Bekämpfung. Ebenfalls verwechselt werden Kellerasseln (deutlich breiter, grau, gepanzert) und junge Schaben — Letztere sind braun statt silbrig und ein ganz anderes Thema, siehe Schaben in der Küche erkennen.
Sofort
Was Sie jetzt tun können — und was nicht
Tun:
- Nach jedem Duschen und Baden stoßlüften — Fenster weit auf, nicht kippen; in innenliegenden Bädern die Lüftung länger laufen lassen.
- Feuchtequellen suchen: tropfender Siphon, undichte Silikonfuge, defekte Rückwand, kalte Außenwand, dunkle Fugen als Schimmelhinweis.
- Handtücher und Wäsche nicht im Bad trocknen, Duschwand und Wanne nach Gebrauch abziehen.
- Fugen und Ritzen nachziehen, offene Sockelleisten und Rohrdurchführungen schließen.
- Ein Tier fotografieren, damit sich Silberfisch und Papierfischchen unterscheiden lassen.
Nicht tun:
- Nicht flächig sprühen. Ohne Beseitigung der Feuchtequelle kommen die Tiere zurück; das Mittel belastet nur unnötig das Bad.
- Keine Übertherapie: Bei wenigen Tieren und einem feuchten Bad ist die Trocknung die eigentliche Maßnahme.
- Feuchtigkeit nicht mit Duftsprays überdecken — Schimmel bleibt ein Thema für sich.
- Nicht davon ausgehen, dass Lüften auch beim Papierfischchen genügt — dort hilft es kaum.
Rechtliches
Recht und Einordnung
Recht und Einordnung
Silberfische stehen nicht unter Schutz und dürfen bekämpft werden; eine Melde- oder Bekämpfungspflicht gibt es nicht. Für den Einsatz zugelassener Biozide gilt die Fachkunde nach TRGS 540. In der Mietwohnung ist die Feuchtigkeitsursache oft der eigentliche Streitpunkt: Als Orientierung, nicht als Rechtsberatung — bauliche Mängel wie eine undichte Leitung oder eine durchfeuchtete Wand sind nach § 535 BGB grundsätzlich Sache des Vermieters, während falsches Lüften und Heizen dem Nutzerverhalten zugerechnet werden kann. Melden Sie feuchte Stellen deshalb schriftlich.
Ablauf
So lösen wir das
Der erste Schritt ist die Ursachenklärung: Wo kommt die Feuchtigkeit her, gibt es einen Schimmelverdacht, ist die Lüftungssituation ausreichend? Dazu kommt die Artbestimmung Silberfisch oder Papierfischchen. Ist eine Behandlung sinnvoll, arbeiten wir gezielt mit Ködern an Ritzen und Fugen statt mit Flächenanwendung, ergänzt um Empfehlungen zum Feuchtigkeitsmanagement. Bei einem reinen Feuchtebefall sagen wir offen, dass die Trocknung des Bades die wirksamere Maßnahme ist.
Einsatzgebiet
In welchen Dresdner Bädern das auftritt
Das Thema hängt fast vollständig an der Bausubstanz. Betroffen sind vor allem die gründerzeitlichen Altbaubäder, die nachträglich in Wohnungen eingebaut wurden und häufig kein Fenster haben: im dichten Mietshausbestand von Silberfische bekämpfen Striesen, in den Kaffeemühlenhäusern von Silberfische Cotta, in der geschlossenen, denkmalgeschützten Gründerzeitbebauung von Silberfischbehandlung Plauen mit ihren feuchten Kellern und in den dreistöckigen Arbeiterwohnhäusern mit Hinterhöfen in Silberfischbehandlung Pieschen.
Häufige Fragen
Häufige Fragen
Sind Silberfische gefährlich oder schädlich?
Nein. Sie übertragen keine Krankheiten und gelten als harmlos. Sie fressen gelegentlich an Papier, Kleister und Stärke. Wichtiger als das Tier ist der Hinweis auf zu hohe Feuchtigkeit.
Muss ich überhaupt etwas machen lassen?
Oft nicht. Wenn wenige Tiere auftreten und das Bad trockener wird, geht der Besatz von selbst zurück. Das sagen wir Ihnen auch dann, wenn kein Auftrag daraus entsteht.
Warum sind es plötzlich so viele?
Silberfische entwickeln sich langsam und leben lange. Was wie ein plötzlicher Ausbruch wirkt, ist meist eine über Monate gewachsene Population, die erst bei einer bestimmten Zahl auffällt — häufig nach einem feuchten Winter.
Kommen sie aus dem Abfluss?
Sie nutzen Abflüsse und Rohrdurchführungen als Versteck und Wanderweg. Ein geschlossener Überlauf und dichte Durchführungen nehmen ihnen diesen Weg.
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